STENO Online-Symposium war ein voller Erfolg

Das jährliche Frühjahrssymposium des telemedizinischen Schlaganfallnetzwerks STENO fand dieses Jahr online statt. Die Vorbereitungen für die als Live-Stream konzipierten Fortbildungsvorträge liefen bereits seit den frühen Morgenstunden des 01.03.2021. Eigens hierfür wurde der Hörsaal der Kopfkliniken am Universitätsklinikum Erlangen zum Aufnahmestudio umfunktioniert und bot eine geeignete Plattform für die insgesamt sechs Dozenten, die Ihre Vorträge dieses Mal vor laufenden Kameras anstelle von erwartungsvollen Gesichtern hielten.

Pünktlich um elf Uhr startete der Stream und in der „STENO-Zentrale“ sprach der Netzwerkkoordinator PD Dr. Bastian Volbers die Grußworte, welche rund 80 Teilnehmer vor den Bildschirmen erreichten. Unter dem Vorsitz des Direktors der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan Schwab und Dipl.-Psych. Prof. Dr. med. Frank Erbguth, Ärztlicher Leiter der Universitätsklinik für Neurologie Klinikum Nürnberg – Paracelsus Medizinische Privatuniversität, wurde der erste Teil des Programms eingeläutet, der sich mit den alltäglichen Herausforderungen, Besonderheiten und Grenzfällen der Akuttherapie von Schlaganfällen und intrazerebralen Blutungen beschäftigte. Hier gaben PD Dr. med. Joji Kuramatsu und PD Dr. med. Bastian Volbers relevante Einblicke auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand. Abgerundet wurde der erste Programmteil von Dr. med. Jochen Sembill, der das immer mehr an Bedeutung gewinnende Delirmanagement bei Schlaganfallpatienten umfassend beleuchtete.

Der zweite Teil des Programms, der unter dem Vorsitz von PD Dr. Bastian Volbers und Prof. Dr. med. Patrick Oschmann, Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Bayreuth stand, begann mit zwei Kurzvorträgen, die sich mit praxisnahen Themen beschäftigten: Dem aktuellen OPS 2021 (Dipl.-Psych. Prof. Dr. med. Frank Erbguth) sowie der PRESTIGE-AF-Studie (PD Dr. med. Bernd Kallmünzer), an der STENO-weit Patienten teilnehmen können, die nach stattgehabter intrazerebraler Blutung weiterhin eine Indikation für eine orale Antikoagulation haben, um hier neue Erkenntnisse bezüglich Nutzen und Risiken gewinnen zu können.

Anschließend wurden mit Vorträgen über das Posteriore Reversible Enzephalopathiesyndrom (PRES) und das Reversible Zerebrale Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) von Dr. med. Christian Blinzler sowie über die Moyamoya Krankheit von Dipl.-Psych. Prof. Dr. med. Frank Erbguth drei besondere neurovaskuläre Entitäten informativ und eloquent dargestellt. Zum Abschluss setzte sich Prof. Dr. med. Burkhard Kasper mit der spannenden und alltagsrelevanten Frage der Fahrtauglichkeit bei Neurologischen Erkrankungen, insbesondere Epilepsie und Schlaganfall, auseinander.

Mit der vielfältigen Mischung der Themen und Referenten ist es auch dieses Jahr wieder gelungen, aktuelle und praxisnahe Aspekte der Schlaganfallbehandlung darzustellen, wobei auch Raum für Rückfragen und Diskussionen rege genutzt wurde. In diesem Sinne bedankt sich das STENO Team sehr herzlich bei den Referenten, dem Technik-Team sowie allen Teilnehmern und hofft auf ein baldiges Wiedersehen – vor Ort oder digital.

 


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